NEWS & PRESSE

14.10.2013

Journalistenpreis PUNKT: Süddeutsche.de wird für herausragenden Technikjournalismus ausgezeichnet

Die diesjährigen Gewinner des Preises für Technikjournalismus und Technikfotografie PUNKT stehen fest: Die Redaktion von Süddeutsche.de unter Leitung von Chefredakteur Stefan Plöchinger überzeugt die Jury in der Kategorie Multimedia mit dem Beitrag „Dritte Start- und Landebahn“. In der Kategorie Foto wird der freischaffende Fotograf Sven Döring für seine Aufnahme „Essen Tag und Nacht“ ausgezeichnet. Das acatech Fotostipendium geht an Uwe H. Martin für sein Exposé „Landrausch“. Der von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ausgelobte Preis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Unter dem Titel „Dritte Start- und Landebahn“ entwickelte die Redaktion von Süddeutsche.de ein Online-Dossier über Planungen zur Erweiterung des Flughafens München. Nach Einschätzung der siebenköpfigen Jury erfüllt die interaktive Karte höchste journalistische Qualitätsanforderungen, weil neben der Präsentation von Daten und Fakten unmittelbar vor einem Bürgerentscheid über die Flughafenerweiterung die Argumente von Befürwortern und Gegnern des Vorhabens vorgestellt werden. Dies unterstütze die persönliche Meinungsbildung beim Nutzer. Die Redaktion unter der Leitung von Stefan Plöchinger setze die multimedialen Darstellungsmöglichkeiten des Internets vorbildlich ein. Es handle sich um ein bemerkenswertes Beispiel für zeitgemäßen Datenjournalismus im Internet, so die PUNKT-Jury in ihrer Begründung.

PUNKT-Preisträger in der Kategorie Foto ist Sven Döring. Der gebürtige Dresdner überzeugte die Jury mit einer Fotografie, die modernste Forschung in einer mystisch anmutenden Bildkomposition inszeniert: Er entführt den Betrachter in ein nebelverhangenes Gewächshaus, darin eine dunkel gekleidete Person. Aus großen Lampen strömt rötliches Licht. Tatsächlich handelt es sich bei dieser alchemistisch anmutenden Szenerie um ein Labor der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden, in dem ein Team der Fakultät Landbau/Landespflege Gurkenpflanzen mit Hochleistungs-LEDs belichtet. Durch den gezielten Einsatz externer Faktoren wie Licht, Klima und Nährstoffe wird hier die Optimierung von Pflanzenwachstum und -ertrag erforscht. Nach dem Urteil der Jury setzt Sven Döring die Arbeit des Wissenschaftlers und die eingesetzten Technologien außerordentlich spannend und ausdrucksstark in Szene.

Der Fotograf Uwe H. Martin erhält das diesjährige acatech Fotostipendium. Mit seiner geplanten Bildreportage „Landrausch“ möchte er die Diskussion über Georessourcen, Bodennutzung und moderne Landwirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent bereichern. Dafür wird er verschiedene landwirtschaftliche Projekte in Afrika fotografieren – mit besonderem Fokus auf die Chancen und Risiken der dabei eingesetzten Technologien. Ausdrücklich begrüßt die Jury die Zielsetzung des Preisträgers, auch die unmittelbaren Auswirkungen einer optimierten Landwirtschaft – Bewässerung, Maschineneinsatz, Saatgut und Düngung – auf die vor Ort lebenden Menschen aufzuzeigen. Das Stipendium ermöglicht auf diese Weise ein anspruchsvolles Fotoprojekt über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Technik.

Valeria Brekenkamp, die Gewinnerin des Fotostipendiums 2012, hat ihre Reportage abgeschlossen. Unter dem Titel „LÖSUNGEN – Frauen in Ingenieursberufen“ begleitete die Berliner Fotografin in den vergangenen Monaten sieben Ingenieurinnen mit der Kamera. Entstanden ist ein Kaleidoskop unterschiedlichster Portraits von Frauen, die vor allem eines gemeinsam haben: Sie arbeiten in einem immer noch männerdominierten Umfeld. Bildern aus der Arbeitswelt der Frauen stellt Brekenkamp jeweils Aufnahmen aus deren Privatleben gegenüber. Mit Hilfe dieses Stilmittels möchte die Fotografin insbesondere jungen Frauen die Identifikation mit den dargestellten Ingenieurinnen erleichtern. Wie schon in früheren Arbeiten setzt sich Valerie Brekenkamp mit Genderfragen und Rollenbildern auseinander und möchte zur Auflösung von Stereotypen und zum Abbau von Vorurteilen beitragen.

Seit 2005 prämiert acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften mit dem Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie PUNKT herausragende Text-, Bild- und Multimediabeiträge. In diesem Jahr werden Einsendungen in den Kategorien Multimedia und Foto ausgezeichnet. Zusätzlich vergibt acatech ein Fotostipendium.


09.07.2013

Technik im Fokus: Bewerbungsfrist für Fotobeiträge und Fotostipendium endet in vier Wochen

Am 5. August 2013 endet beim PUNKT – Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie die Einsendefrist für die Kategorien Foto und Fotostipendium. Fotografinnen und Fotografen haben die Chance auf Preisgelder in Höhe von je 5.000 Euro. Entsprechend der Zielsetzung des von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ausgelobten Preises werden Fotos und Projektideen prämiert, die durch die Darstellung von Technik das Interesse an Innovationen wecken.

Auch in diesem Jahr zeichnet die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften wieder exzellente Fotografie aus und vergibt ein Stipendium für die Realisierung einer Technikreportage. Im vergangenen Jahr überzeugte Andreas Meichsner mit seiner Bilderserie „Auf Herz und Nieren“ die Jury. Seine authentische Darstellung von Produkt-Prüfungen beim TÜV sei mit „einem Augenzwinkern“ aufgenommen und spiegle damit fotografische Leichtigkeit wider, so die Begründung. Bis 5. August können wieder Einzelfotos und/oder Fotoserien eingereicht werden.

Für ihr Konzept „Die Welt der Ingenieurin“ erhielt Valeria Brekenkamp das Fotostipendium 2012. Seit Beginn dieses Jahres porträtiert die freiberufliche Fotografin Frauen in Ingenieursberufen. Dafür traf sie unter anderem eine Fahrzeugentwicklerin, eine Umwelttechnikerin und eine Wissenschaftliche Geschäftsführerin. „Ich möchte Persönlichkeiten zeigen, die entgegen gängiger gesellschaftlicher Rollenbilder sehr erfolgreich in einem technologiegetriebenen Umfeld arbeiten und damit zum Abbau von Vorurteilen und Klischees beitragen“, skizziert Brekenkamp ihre Zielsetzung.

Das acatech Fotostipendium soll dazu beitragen, anspruchsvolle Projekte mit Technikbezug zu realisieren. Damit sich die prominent besetzte Jury ein Bild von den Bewerbern und ihren Vorhaben machen kann, sollten neben einem Exposé, das die Idee der geplanten Reportage beschreibt, aussagekräftige Arbeitsproben und ein Lebenslauf eingereicht werden.


15.04.2013

Ausschreibungsbeginn PUNKT 2013: Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie geht in eine neue Runde

Bereits zum neunten Mal verleiht acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in diesem Jahr den Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie PUNKT. Nachdem im letzten Jahr erstmals ein multimediales Online-Format ausgezeichnet wurde, geht diese neue Kategorie im Jahr 2013 in die zweite Runde. Prämiert werden Beiträge, die technische Entwicklungen multimedial aufbereiten, in dem sie die vielfältigen Darstellungsmöglichkeiten des Internets nutzen. In der Kategorie Foto zeichnet acatech fotografische Arbeiten mit Technikbezug aus. Zudem vergibt die Akademie erneut ein Fotostipendium für eine Technikreportage. Die Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.

Die Akademie der Technikwissenschaften setzt sich dafür ein, dass technologische Fragestellungen in der Öffentlichkeit sachlich und auf informierter Basis diskutiert werden können. Journalismus, der Technik in Bild, Text oder multimedialer Form kreativ und ausgewogen in Szene setzt, leistet dazu einen wichtigen Beitrag: „Hervorragende Technikjournalisten und -fotografen bauen Brücken von den Entwicklungslaboren zu den Menschen. Sie zeichnen ein differenziertes Bild von Technologien, die unsere Gesellschaft prägen. Mit dem PUNKT möchten wir diese Leistung würdigen“, so acatech Präsident Henning Kagermann.

In der Kategorie Multimedia zeichnet acatech Formate aus, die die erweiterten Möglichkeiten multimedialer Darstellung im Internet nutzen, um aktuelle technologische Entwicklungen verständlich und erlebbar zu machen. Prämiert wird dabei nicht allein der einzelne journalistische Beitrag, sondern das Gesamtformat: Die verschiedenen Kanäle wie Text, Bild, Video und Audio sollen so zusammengeführt werden, dass ein Mehrwert entsteht, der über die Einzelkanäle nicht realisierbar wäre. Das Fotostipendium wird in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Es soll dazu beitragen, anspruchsvolle Projekte mit Technikbezug umzusetzen, die sich sonst nicht finanzieren ließen.

Ab sofort sind Bewerbungen in den folgenden Kategorien möglich:

  • Kategorie Multimedia – Eigenbewerbung oder Nominierung Dritter möglich
    Bewerbungsschluss: 27. Mai 2013
  • Kategorie Foto – Einsendung von Einzelbildern und/oder Fotoserien möglich
    Bewerbungsschluss: 5. August 2013
  • Fotostipendium – Einsendung eines Exposés, das die Projektidee beschreibt
    Bewerbungsschluss: 5. August 2013

Hochkarätig besetzte Jurys aus Journalisten, Multimedia-Experten, Fotografen und Wissenschaftlern wählen die besten Beiträge aus und entscheiden über die Vergabe des Stipendiums. Die Gewinner werden im Rahmen der acatech Festveranstaltung am 23. Oktober 2013 in Berlin geehrt.