NEWS & PRESSE

15.04.2013

Ausschreibungsbeginn PUNKT 2013: Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie geht in eine neue Runde

Bereits zum neunten Mal verleiht acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in diesem Jahr den Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie PUNKT. Nachdem im letzten Jahr erstmals ein multimediales Online-Format ausgezeichnet wurde, geht diese neue Kategorie im Jahr 2013 in die zweite Runde. Prämiert werden Beiträge, die technische Entwicklungen multimedial aufbereiten, in dem sie die vielfältigen Darstellungsmöglichkeiten des Internets nutzen. In der Kategorie Foto zeichnet acatech fotografische Arbeiten mit Technikbezug aus. Zudem vergibt die Akademie erneut ein Fotostipendium für eine Technikreportage. Die Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden.

Die Akademie der Technikwissenschaften setzt sich dafür ein, dass technologische Fragestellungen in der Öffentlichkeit sachlich und auf informierter Basis diskutiert werden können. Journalismus, der Technik in Bild, Text oder multimedialer Form kreativ und ausgewogen in Szene setzt, leistet dazu einen wichtigen Beitrag: „Hervorragende Technikjournalisten und -fotografen bauen Brücken von den Entwicklungslaboren zu den Menschen. Sie zeichnen ein differenziertes Bild von Technologien, die unsere Gesellschaft prägen. Mit dem PUNKT möchten wir diese Leistung würdigen“, so acatech Präsident Henning Kagermann.

In der Kategorie Multimedia zeichnet acatech Formate aus, die die erweiterten Möglichkeiten multimedialer Darstellung im Internet nutzen, um aktuelle technologische Entwicklungen verständlich und erlebbar zu machen. Prämiert wird dabei nicht allein der einzelne journalistische Beitrag, sondern das Gesamtformat: Die verschiedenen Kanäle wie Text, Bild, Video und Audio sollen so zusammengeführt werden, dass ein Mehrwert entsteht, der über die Einzelkanäle nicht realisierbar wäre. Das Fotostipendium wird in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Es soll dazu beitragen, anspruchsvolle Projekte mit Technikbezug umzusetzen, die sich sonst nicht finanzieren ließen.

Ab sofort sind Bewerbungen in den folgenden Kategorien möglich:

  • Kategorie Multimedia – Eigenbewerbung oder Nominierung Dritter möglich
    Bewerbungsschluss: 27. Mai 2013
  • Kategorie Foto – Einsendung von Einzelbildern und/oder Fotoserien möglich
    Bewerbungsschluss: 5. August 2013
  • Fotostipendium – Einsendung eines Exposés, das die Projektidee beschreibt
    Bewerbungsschluss: 5. August 2013

Hochkarätig besetzte Jurys aus Journalisten, Multimedia-Experten, Fotografen und Wissenschaftlern wählen die besten Beiträge aus und entscheiden über die Vergabe des Stipendiums. Die Gewinner werden im Rahmen der acatech Festveranstaltung am 23. Oktober 2013 in Berlin geehrt.


11.10.2012

PUNKT 2012: acatech gibt die Gewinner des Preises für Technikjournalismus und Technikfotografie bekannt – Online-Magazin „Zukunft Mobilität“ in der Kategorie Multimedia prämiert

Die diesjährigen Gewinner des PUNKT-Preises stehen fest: Martin Randelhoff wird in der Kategorie Multimedia für sein Online-Magazin „Zukunft Mobilität“ ausgezeichnet. In der Sparte Tageszeitung gewinnen Georg Küffner und Alexander Stirn. Küffners Beitrag „Unkonventionell ist nur die Technik“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Stirns Artikel „Klempner am Meeresgrund“ (Süddeutsche Zeitung) stehen nach Auffassung der Jury beide für exzellenten Technikjournalismus. In der Sparte Magazin/Zeitschrift/Wochenzeitung wird Thomas Kuhn für seinen Text „Druck dir deine Welt“ (WirtschaftsWoche) prämiert. Andreas Meichsner erhält den Preis in der Kategorie Foto für seine Serie „Auf Herz und Nieren“. Das Fotostipendium geht an Valeria Brekenkamp. Die Fotografin überzeugt mit ihrem Konzept einer Fotoreportage „Die Welt der Ingenieurin“.

PUNKT-Sieger in der erstmals ausgelobten Kategorie Multimedia ist Martin Randelhoff. Mit seinem Online-Magazin „Zukunft Mobilität“ bietet der Student der TU Dresden eine klar konzipierte Informations- und Diskussionsplattform rund um aktuelle Entwicklungen im Bereich Mobilität. Eigene Positionen, aber auch die Meinungen anderer, macht der 23-Jährige transparent und erfüllt damit ein zentrales journalistisches Qualitätskriterium. Randelhoff integriert Podcasts,
Videos und RSS-Feeds, verweist auf weiterführende Links und lädt ein zum Austausch über Social Media-Kanäle wie Facebook und Twitter, die er selbst betreut. Das umfassende Engagement und insbesondere die Umsetzungsfähigkeit Randelhoffs als alleiniger Blogger und Redakteur - parallel zu seinem Studium der Verkehrswirtschaft - überzeugte die Jury.

Georg Küffner und Alexander Stirn gelingt es in der Sparte Tageszeitung, ihre Leser sprichwörtlich in die Tiefen der Technik mitzunehmen. Küffner thematisiert die Gewinnung von Erdgas aus Schiefergestein und brilliert in seinem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Beitrag mit bemerkenswertem Hintergrundwissen. Mit der Aufschlüsselung neuer Themenaspekte zur Frac-Technik, mit der Gestein durch das Einpressen von Wasser gesprengt wird, leistet Küffner aus Sicht der Jury einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion um Energiebohrungen. Alexander Stirn nimmt den Leser mit auf einen Tauchgang in 100 Meter Tiefe – zum Schauplatz des Pipeline-Baus in der Ostsee. Spannend und zugleich einfühlsam schildert Stirn die extremen Bedingungen bei der Montage und Reparatur von Ölpipelines. „So also müssen sich Astronauten fühlen“, schreibt Stirn in seinem in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Artikel. Als besonderes Plus wertet die Jury, dass Stirns Einblick in den Alltag von Spezialtauchern für Aspekte der Energieversorgung sensibilisiert, die in der öffentlichen Wahrnehmung kaum beachtet werden. Beide Journalisten haben die Jury mit Ihren Texten gleichermaßen überzeugt, sodass der Preis in dieser Sparte 2012 geteilt wird.

Thomas Kuhn überzeugt mit seinem anwendungsnahen Überblick „Druck dir deine Welt“ (WirtschaftsWoche) über das Themengebiet des 3-D-Drucks. Allgemeinverständlich und anschaulich aufbereitet gelingt es Kuhn, bei seiner Leserschaft Faszination für das zukunftsträchtige Verfahren der additiven Fertigung zu wecken. Die zahlreichen, in den Text eingebetteten Fotobeispiele animieren auch Laien, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

Andreas Meichsner gewinnt mit seiner Fotoserie „Auf Herz und Nieren“ den PUNKT in der Kate-gorie Foto. Die sechsteilige Serie zeigt Produkt-Prüfungen beim TÜV als einen wesentlichen Baustein bei der Entwicklung von Gebrauchsgegenständen. In seiner Darstellung von Test-Situationen wirft Meichsner einen sympathischen und unkonventionellen Blick auf das häufig als „typisch deutsch“ angesehene Kontroll- und Sicherheitsbedürfnis und gewährt zugleich überraschende Inneneinsichten in die „ehrwürdige“ Institution der technischen Prüfung. Die Jury lobt auch die Konsequenz der Serie: Die Motive sind mit „einem Augenzwinkern“ aufgenommen und spiegeln damit fotografische Leichtigkeit wider.

Das zum zweiten Mal ausgelobte Fotostipendium erhält Valeria Brekenkamp. Die freiberufliche Fotografin wird mit ihrer Fotoreportage „Die Welt der Ingenieurin“ fünf Frauen in Ingenieursberufen porträtieren. Die Förderung von Frauen in technikwissenschaftlichen Berufen ist ein Thema von hoher gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, das in der Fotografie bislang nur selten jenseits von Klischees umgesetzt worden ist. Eine adäquate Darstellung der Arbeits- und Lebenswelten von Frauen im Ingenieur-Bereich hat das Potenzial, junge Frauen für Technik und technische Berufe zu interessieren. Frei von Stereotypen sollen die geplanten Portraits zeigen, wie Ingenieurinnen ihren Alltag erleben. Die fotografische Umsetzung ist mit Spannung zu erwarten.

Mit dem Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie PUNKT prämiert acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften seit 2005 herausragende Text- und Bildbeiträge. Erstmals wird in diesem Jahr auch ein Preis in der Kategorie Multimedia verliehen. Die Sparten und das Stipendium sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen der acatech Festveranstaltung am 16. Oktober in Berlin statt.


12.09.2012

PUNKT 2012: Die neue Multimedia-Jury steht fest

Die Juroren der erstmals ausgelobten Kategorie Multimedia stehen fest: Sieben renommierte Experten aus Wissenschaft, Publizistik und Medienwirtschaft werden in Kürze die Einreichungen für den PUNKT 2012 bewerten. Bis zum 13. August waren Multimedia-Schaffende aufgerufen, sich mit Online-Beiträgen, die die Möglichkeiten multimedialer Darstellung im Internet wegweisend nutzen, zu bewerben.

Ende September wird die neue Multimedia-Jury aus Wissenschaftlern, Journalisten und Experten für digitale Medien aus rund 30 Einsendungen den Sieger bzw. das Siegerteam wählen. Die Bewertung fokussiert auf die publizistische Leistung der Beiträge, die sich aus der Qualität des Inhalts, der multimedialen Funktionalität sowie der Gestaltung und Anwenderfreundlichkeit zusammensetzt. An der Ausschreibung teilgenommen haben Journalisten, Blogger sowie Kommunikationsdesigner aus dem deutschsprachigen Raum. Die Auszeichnung des Gewinners findet am 16. Oktober im Rahmen der acatech Festveranstaltung in Berlin statt.

Die Mitglieder der Multimedia-Jury sind:

  • Dr. Klaus Dartmann, Wissenschaftsredakteur Deutsche Welle und Vorstandsmitglied Wissenschafts-Pressekonferenz e.V.
  • Prof. Dr. Friederike Herrmann, Professorin für Medienwissenschaft, Hochschule Darmstadt
  • Reiner Korbmann, Wissenschaftsjournalist und Gründer von Science&Media, Büro für Wissenschafts- und Technikkommunikation
  • Sandra Lowin, Executive Director, init, AG für digitale Kommunikation
  • Christiane Riedel, Geschäftsführerin, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
  • Prof. Dr. Andreas Schümchen, Professor für Journalistik, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
  • Markus Weißkopf, Geschäftsführer, Wissenschaft im Dialog gGmbH


Mit dem PUNKT zeichnet acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften seit 2005 herausragende Werke in Technikjournalismus und Technikfotografie aus. Mit der neu eingeführten Kategorie Multimedia würdigt die Akademie in diesem Jahr zum ersten Mal Formate, die vorbildlich über technologische Innovationen berichten und diese multimedial in Szene setzen. Die Dotierung beträgt 5.000 Euro. Auch in den Kategorien Text und Foto laufen die Auswahlprozesse der hochrangig besetzen Jurys.